Montag, 7. Dezember 2009

oh du fröhliche.


samstagmorgen, 5 uhr 49. ich sitze (logischerweise) alleine im bus, deprimiert, übermüdet und unmotiviert. da treffe ich am bahnhof auf die zwei mädels, die mich am abend zuvor noch an ein konzert mitschleppen wollten. sie konnten eine gute party feiern und gingen nun nachhause, um sich gemütlich in ihr bett zu verkriechen. ich hingegen betrat den kühlraum des orangen riesen und hievte karotten und kartoffeln von links nach rechts. etwas später sitze ich dann an der kasse und werde pünktlich bei ladenöffnung von der gierig-sabbernden-seit-10-minuten-vor-der-türe-wartenden meute überrannt. alle haben ihre kleinen extrawünsche, ist ja klar. so weit, so gut. kennen wir ja alles.

nachdem ich dann einige regale, unter anderem übrigens jenes mit den bereits erwähnten energy-booster-ampullen, aufgefüllt hatte und ich wieder an der kasse sass, kam der mann im roten mantel. ho-ho-ho. er blieb. er blieb lange. er blieb zu lange. ho-ho-ho. sterne, lebkuchen, gold, silber, schokolade, pralinen, ho-ho-ho, klaussäcke, spanische nüsschen, mandarinen, clementinen, frohes fest, klaus hier, ho-ho-ho, schmutzli da, frohe weihnachten, xxl-christmas-special, guetzli, zimt, punsch, fickteuchdoch! ho-ho-ho!

im bild unschwer zu erkennen: in der migros gibts spürbar mehr fürs geld. das ständige grinsen, grüssen, erklären, bedanken und nochmals grinsen fordert aber auch nerven. ein beängstigender anblick, bei etwa 20 rauchenden mitarbeitern.

endlich habe ich mittagspause. einmal mag das ja lustig sein, ein zweites mal vielleicht amüsant, aber beim dritten mal ist es nur noch nervig, mit zehn hausfrauen an einem tisch zu sitzen und sich deren kommentare über die auf dem tisch liegende klatsch-presse, schmid-röslis neuestes lebkuchen-rezept, die neuen worte der enkelin, die zahnpasta-gewohnheit des ehemannes oder die lustigen streiche der katze anzuhören.

nachdem ich aber auch dies überlebt habe und beinahe gerne wieder ins konsum-getümmel sitzen gehe, trifft mich dann der schlag. kurz nachdem ich meine kasse geöffnet habe, kommt die heilsarmee mit ihrer scheiss drehorgel daher spaziert. natürlich installieren sie sich ganz nah bei mir. anfangs fand ich es ja eigentlich noch schön, muss ich zugeben. diese dinge mag ich nämlich in der adventszeit. aber als ich realisierte, dass die zwei netten herren in dieser schönen kleidung genau fünf verschiedene songs im repertoire haben und eben diese fünf songs in endlosschlaufe abspielen, wurde ich langsam kribbelig. nachdem ich "rudolf the red nosed reindeer", "stille nacht", "jingle bells", "oh du fröhliche" und "süsser die glocken nie klingen" je etwa vier mal gehört hatte, entschloss ich mich kurzerhand, etwas zu unternehmen. ich brachte den herren also je zwei franken und sagte ihnen, sie sollen sich doch eine pause gönnen und oben einen kaffee trinken gehen. da waren sie auch schon weg. die ruhe war wunderbar. bis "all i want for christmas is you" durch die lautsprecher im laden drang. und leider war auch der gute wille der herren stärker als der meinige und sie konnten bei dieser gutwilligen arbeit nicht länger als zehn minuten pause machen. also standen sie sogleich wieder da, die hand an der verhängnisvollen kurbel und das schöne grinsen aufgesetzt. ich werde also langsam aggressiv.
zudem habe ich auch noch das vergnügen mit der netten dame, die mir am fünften dezember ernsthaft schöne weihnachten wünscht. ich will nicht wissen, wie ich sie angeschaut habe.
als um viertel nach fünf auch noch die alte motz-gritte zwischen den xxl-christmas-special-schoko-rabatt-2für1-goldglitzer-samichlaus-aktionstürmen hervorgekrochen kam und motzte, dass man den salat schon abräume, obwohl madame noch nicht fertig war, glaubte ich zu spinnen. ich blieb aber freundlich und machte das verstörte frauchen darauf aufmerksam, dass der laden auch schon seit einer viertelstunde geschlossen sei und sie doch bitte auch zur kasse kommen möge. "aber siii, si händ doch höt bes am sächsi offe!" - "emm, nei." - "doch!" - "nei." - "händsi aber ä scho gha." - "nei." - "doch." - "nei, mer nie. de coop het emmer bes am sächsi offe, mer aber ned." - "aha. jo denn halt. esch mer aber gsi..." - "nei!" - und so weiter.
nachdem auch alle abgelaufenen grittibänze den weg zu den profitgeilen power-konsumenten gefunden hatten, ich endlich die vertraute zeile "buchung - gehen" auf dem bildschirm des peronalcomputers lese und dann erleichtert zur bushaltestelle schreite, fällt mir ein, dass ich noch geld brauche. die zeit ist knapp, der bus fährt bald. natürlich renne ich genau zu diesem bancomaten, der heute ausser betrieb ist. toll. oh, mein portemonnaie liegt jetzt auch am boden. ach, und so sieht der bus also von hinten aus. oh du fröhliche.

nach diesem tag sah ich nur noch einen einzigen ausweg. feiern bis ich nicht mehr stehen konnte. thieves like us und covernight mit der kiffband (!) und crazy-k and the lifeband. hat mehr oder weniger funktioniert. das nicht-mehr-stehen-können traf einfach erst am morgen danach ein, aber immerhin. es war lässig und ich konnte abschalten. gestern war dafür wieder ein scheisstag, trotz gemütlichem frühstück in der charmanten, behafteten bruchbude mit überraschendem und wohltuendem besuch von der schmutzli-tante. und heute ist sowieso alles scheisse. ich bin krank, juhe. im moment will ich nur in meinem bett liegen und all diese tollen filme schauen, die es zu sehen gibt. und tee trinken. schwarztee mit milch.



übrigens:
ich glaube ja, dass mein wochenende so scheisse war, weil unsere russischlehrerin das karma der ganzen klasse versaut hat. letzten freitag, in der letzten lektion vor dem wochenende, hat sie uns vollen ernstes diesen song vorgespielt. also ich meine, hallo. laszives rumlecken an hotdogs und lollis, popowippen und knappe, grüne höschen zu puslierendem beat. fuck yeah!

Donnerstag, 3. Dezember 2009

abart(ig) verpasst.


ich habs heute morgen erfahren. ja, heute. nicht gestern morgen. gestern, als ich noch hätte hingehen können. ich wechsle zwischen kopf an die hand und hand an den kopf.


und noch etwas: kauft euch nie, wirklich ja nie, diese grässlichen koffein-reagenzgläser-booster von m-budget. wir habens heute aus spass ausprobiert. es ist überteuerter hustensirup und riecht genau so grässlich wie die drinks. und gebracht hats definitiv auch nichts. völlig übermüdet sassen wir mal wieder in der mediothek rum und haben "gearbeitet" (schach gespielt, filme durchgeschaut und dann einen nanni moretti ausgeliehen, fotografiert, gefilmt und ein bisschen telefoniert oder auch mal ein lexikon zitiert).
das sah dann, als die übermüdung den kampf gegen die motivation endgültig gewonnen hatte, etwa so aus. wir verkörpern hier die bedrohung. ja, schrecklich! lauft, schweizer, lauft! wir kommen.


Mittwoch, 2. Dezember 2009



Montag, 30. November 2009

in ya face, goethe!


16'953 zeichen in zwei tagen. ich habe faust analysiert, paraphrasiert, interpretiert, strukturiert, sinniert und praktiziert. im vergleich mit sigmund freuds strukturmodell der psyche. dafür ist meine jetzt strapaziert. hell, yeah!


die bilder sind zu ignorieren. nur der sound zählt.

Sonntag, 29. November 2009

die geschichte meiner einschätzung am anfang des dritten jahrtausends.


ich gehöre also zu einer minderheit in diesem land.



da heitert mich dafür meine neue postkarte, meine endlich beendete facharbeit und das fast fertig gelesene schiller-buch auf. und der fakt, dass ich endlich mal wieder genug geschlafen habe. ich habe irgendwie das gefühl, dass die nächste woche gut wird. einfach so.

Samstag, 28. November 2009

laura jansen und der rest der letzten tage.


"this song is about recovering from being catholic."

"three years ago a giant asshole broke my heart (...) the first thing i did after drinking some wine was taking out my scissors (...) i thought i'm gonna look really strong and tough and cool, but i'm not a hairdesser. (...) so to all the gentlemen in here: if you ever see a girl with really, really bad hairstyle, just be really really nice."

"yeah, uh! - oh my god, that was so not lady-like of me. my mum always says: don't make noises on stage. just shut up and sing!"

"in between, after i have finished and before the beard comes out - yeah, it's amazing - i'll stand in that corner there. just come over and say hello."

"that's my last one, i need to get a drink."

selten habe ich mich so schnell in eine person auf einer bühne verliebt. ich freute mich ja eigentlich auf den bart, william fitzsimmons, und wurde dann unerwartet von diesem frischen, sympathischen und herzlichen mädchen überrascht. fitzsimmons war aber selbstverständlich noch die steigerung und beide zusammen haben sie mir einen wunderbaren abend beschert.


der donnerstag war dann ein langer tag. von früh morgens bis spät abends in der schule: maturarbeit-präsentationen. es war interessant, ich habe mitgefiebert und mich mitgefreut. aber es machte unglaublich müde und alles, was ich mir für die vielen zwischenstunden vorgenommen hatte, blieb irgendwie liegen.
am abend verkroch ich mich dann erst einmal in diesen wunderbaren raum zu oberst in der kulturbude, legte eine entspannende platte auf, legte mich hin, rauchte die billigen zigaretten, schaute ab und zu die vokabeln an und freute mich auf portugal. the man, die nach einer unpassenden und enttäuschenden vorband sehr überzeugten. trotz zu vielen menschen, kurzzeitig finanziellen engpässen und einer ungeplanten sportlichen höchstleistung nach mitternacht ein toller abend.

der freitag war geprägt von müdigkeit, wahrnehmungsstörungen und unterrichtsausfällen.
am abend dann "dämonen" von dostojewski auf der kleinen bühne im theater basel.
zu hinterst auf dem sofa waren diese zweieinhalb stunden langeweile gerade noch auszuhalten. ich war wirklich enttäuscht. klar, ich habe nicht alles verstanden und der geschichte nicht ganz folgen können, aber ich habe das gefühl, fliessende russischkenntnisse hätten auch nichts gebracht. schade. dafür war der trunk in der atmosphärischen halle dann umso schöner.

nach so intensiven und langen tagen verbringe ich mal wieder ein wochenende zuhause. "mal wieder" tönt so, als würde ich das ab und zu tun. meine mutter behauptet, das kam seit dem kindergarten nicht mehr vor. jedenfalls ist es wirklich eine seltenheit und ich geniesse es. ich habe zeit zum arbeiten, aufräumen, wäsche waschen, essen, faulenzen und lesen. das tut gut.

über diesen artikel im magazin habe ich mich übrigens sehr gefreut. in keinem anderen land war es mir so wohl wie in dänemark. kein volk hat es mir mit seiner kultur, seiner sprache und seinem humor dermassen angetan. an kein anderes land habe ich so viele erinnerungen. jedes mal, wenn ich nach kopenhagen schreibe, verspreche ich, bald wieder zu kommen. nun ist es wirklich mal wieder an der zeit. ich vermisse das alles so.


Mittwoch, 25. November 2009

lachanfall.


gekrümmt halte ich mich an stühlen und freunden fest, die tränen strömen meine wange runter, mir ist übel und bauchschmerzen hab ich auch. ich gebe geräusche von mir, die ich bisher nur aus dem zoo kannte. die luft wird knapp. ich habe das gefühl, nie wieder einen normalen zustand erreichen zu können. es war so wunderschön.
god praise the übermüdung.

Montag, 23. November 2009

zukünfte.




ich bin begeistert. stuttgart ist lebendig, jung, schön und kompakt.
in diesen kurzen zwei tagen konnte ich vieles anschauen und erleben.
der beste flohmarkt, den ich je gesehen habe. eine wunderbare aida-inszenierung in der staatsoper. eine privat-führung von einem herrlichen alten mann durch die stauffenberg erinnerungsstätte. architektonische meisterwerke. eine berauschende nacht à la berlin im keller klub. den besten button der welt kaufen. schlemmen. deutsches frühstücksbuffet. und selbstverständlich travelling wiff se deutsche bahn. ich liebe deutschland.


heute dann der schlag ins gesicht, als der wecker klingelte. mit ach und krach hab ich mich doch aufgerafft und es auch nicht bereut. erstes zeichen für einen guten tag: stürmischer, lauter wind. den liebe ich und bin sofort gut gelaunt. er erinnert mich an die küste, an freiheit und ferne. meine erwartungen wurden auch nicht enttäuscht: heute war ein guter tag. ich bin nun gewappnet für das nächste familienfest. ich habe konkrete zukunftspläne. so richtig realistisch, greifbar und gut. einer dieser vorträge an dieser berufswahl-veranstaltung hat mich richtig gepackt und mir eigentlich einen spiegel vor die nase gehalten. ich bewege mich in richtung werbung/kommunikation. und zwar so, so oder so.

ich habe mir heute seit langem wieder einmal den tagesanzeiger gekauft. eine gute zeitung.
darin habe ich gleich neben dem wunderbar frechen artikel über die grinsende heidi diese schönen zeilen gefunden:

«ah, wie war man damals aufgeregt, als jeweils im herbst die chilbi ins dorf kam. wunderbar unvernünftige und überflüssige sachen gab es da zu kaufen, plastikfingerringe und halsketten und blockflöten in den scheusslichsten farben, aber die leuchteten alle so verheissungsvoll, das war magisch.»

nun verkrieche ich mich mit lesestoff ins bett und lausche dem sturm.



Donnerstag, 19. November 2009

lichtblicke in dolby surround.


es gibt da einen song, den ich seit geraumer zeit überall suche und nirgends finde.
les lilas sont fleuris von stereo total.
nicht mal im itunes-store gibts den. hinweise bitte an mich.

dafür bin ich hier fündig geworden. einiges wurde in erinnerung gerufen, anderes neu entdeckt. auf jeden fall alles genossen. eine sehr gute sache. hier einer der favoriten des abends.



ich geniesse diesen abend sowieso sehr. mein pseudo-schleudertrauma lässt allmählich nach, meine haarpracht hat wieder ein angenehmes volumen, ich habe nicht viel zu tun, ausser koffer zu packen und ein bisschen chemie zu lernen, ich höre wunderbare musik und freue mich ganz einfach auf ein fantastisches wochenende.

morgen nachmittag wird endlich wieder einmal ausgiebig gekocht und bis in die nacht hinein mit wein und guten gesprächen gegessen, bis es nicht mehr geht.
und den rest des wochenendes verbringe ich dann in stuttgart. ich war noch nie dort, also bitte her mit den tipps, falls ihr welche habt!

übrigens: ich wusste bis heute nicht, dass in diesem reinlichen und geordneten land gastronomische betriebe existieren (können/dürfen), in denen das personal nach schweiss stinkt, das interieur aus spielautomaten, tiefkühltruhen und einigen mit dreckigen servietten gedeckten plastik-tischen besteht, sauberkeit wohl nie gesehen wurde und die freier und prostituierten von nebenan ihre pizzen, döner oder pommes mit käsemessern verzehren. sowas kannte ich bisher nur aus diesen deutschen hartz-4-sendungen, gibt es aber 500 meter von meiner schule entfernt.

learning by doing. oder: the fucking angelo custode.


emma gehts gut. auch mit beule. mir gehts auch gut. ja, auch wenn ich ein bisschen lisple.
wie es dem bauer geht, dessen acker schauplatz einer ungewollten nächtlichen motocross-fahrt inklusive weitsprung wurde, weiss ich nicht. ich bin mit dem leben davon gekommen. phu. nie wieder die jacke während der fahrt zuknöpfen. weiss man ja eigentlich. man lernt trotzdem dazu.

Mittwoch, 18. November 2009

just like yesterday.


ein schöner abend war das.


heute war ich dafür etwas kleinäugig unterwegs. aus irgendeiner laune heraus habe ich mein iphone seit dem letzten flug zum ersten mal wieder ausgeschaltet und folglich auch meinen sim-pin zu oft falsch eingegeben. also musste dieser puk her. die unterlagen waren, wohl aufgrund der heutigen blindheit, nirgends auffindbar. darum gab es dann eines dieser hotline-telefonate. grässliche wartemusik und ein endloses durchkämpfen durch das "drücken-sie-die-4-und-bestätigen-sie-mit-der-rautetaste-labyrinth" sind ja obligatorisch, bis man endlich eine menschliche stimme am apparat hat. die dame am anderen ende der leitung hat mich nicht wie erwartet über mein geburtsdatum, meine adresse oder solche angaben geprüft. nein, sie musste mich natürlich nach den letzten rechnungsbeträgen fragen. eine schöne erinnerung an meinen kontostand.

ausserdem musste ich noch einen drucker kaufen gehen. (randbemerkung: sogar in den elektronik-geschäften schafft man es, mehr weihnachten als produkte reinzustopfen). ich stehe also vor dem regal mit diesen geräten, die alle dasselbe machen aber in jeder form und preiskategorie erhältlich sind. da ich weiss, dass ich dieses ding noch durch die ganze stadt schleppen muss und für mama auch eine simple ausführung genügt, wähle ich den kleinsten, kompaktesten. das einzige modell, dass nicht mehr abgepackt im regal steht. der berater ist so freundlich und geht für mich ins lager nachschauen. siehe da: er kommt mit der grössten kiste von allen wieder nach vorne. jackpot.

noch was: ich mag dieses dramatisierende gerede über die minarett-initiative nicht mehr hören. NEIN. ist denn das so schwierig zu erkennen?

Montag, 16. November 2009

fremdschämen deluxxe.


wenn kinder verkrampft in die fussstapfen ihrer unerreichbaren eltern (ge)treten (werden).
sie tut mir leid, irgendwie.


ich bin da beim durchzappen leider zu lange hangen geblieben und konnte vor lauter schock nicht mehr weiter drücken. den kiefer weit unten, ab und zu ein quietschen vor scham oder unverständnis für diese sendung und deren zuschauer. da sind ja sogar die italienischen "wer-hat-die-grössten-möpse-nachrichten-sendungen" besser.

m-o-n-t-a-g.


verschlafen. (in rekordzeit zur bushaltestelle rennen). im bus auf den falschen platz sitzen. (ich habe erst nachdem ich abgesessen war bemerkt, dass der typ vor mir derjenige mit der lauten stimme und den langweiligen geschichten aus dem rechten lager ist). den anschluss-bus verpassen. (ja, nun regnet es in strömen und ich muss die zehn minuten zu fuss gehen). die zigarette ins wasser fallen lassen. (nein, es war natürlich nicht die letzte der schachtel und die erste des tages). zwei stunden schule bei der lächerlichsten lehrperson dieser welt. (die, die nicht mal halb so gut englisch kann wie die hälfte der klasse und uns eben dieses fach unterrichtet. sie sagt three persons und schreibt "taff" statt "tough" und so). mathe. (kein kommentar). finanzielle engpässe bereits vor der mittagspause. (ja, ich konnte mir knapp noch einen keks leisten). einsetzen der ersten kopfschmerzen. (schlafmangel). dann mittagessen im chemiezimmer als versuchskaninchen. vorspeise, fondue, nachspeise. alles mehrfach weil man ja die zusatzstoffe rausspüren musste. (im fondue war kirsch). dann gings mir ordentlich.

da muss man doch einfach so schnell wie möglich nachhause gehen.
hier bin ich also. rauchend, müde und mit käse-kirsch-aufstoss. und stärkeren kopfschmerzen.

Sonntag, 15. November 2009

die bäckstreet bois.



das nächste mal am 27. 11. in luzern. geht hin.

big brother is watching you.


Tagesschau vom 13.11.2009

meiner tante kann man beim fensterputzen zuschauen. sie schaut sogar in die kamera. ich weiss nicht, ob ich es eher lustig oder krank finden soll. aber normal ist dies auf keinen fall.

Samstag, 14. November 2009

teenage sensation.




als ich mitten in der nacht durch die menschenleere, herbstliche stadt spazierte, den amelie-soundtrack in den ohren, das blätterrascheln unter den füssen, die zigarette in der einen und den hamburger in der anderen hand, habe ich gemerkt, dass sich meine prioritäten geändert haben. in vielerlei hinsicht. unter anderem hat das bloggen seinen reiz verloren. ich lese zwar immer wieder gerne, was hier so steht, aber die zeit fürs schreiben setze ich nun lieber für anderes ein. im moment passiert so viel. in mir, um mich herum und überhaupt. mal schauen.
heute war ein schöner tag. vom kaffeeduft geweckt werden, dann die damen der familie in empfang nehmen. aperitivo tipico italiano. spaziergang in den zoo - dort hätte ich den pinguinen und den affen stundenlang zuschauen können. zum abschluss dann noch das obligatorische flanieren und konsumieren im samstäglichen menschenstrom. die damen aus den drei generationen wieder verabschieden und gemütlich rumlungern. jetzt unschlüssigkeit. wie so oft in letzter zeit.

Donnerstag, 5. November 2009

arriba!




die extra angefertigte wiedergabeliste könnte nicht besser passen, der himmel bietet schöne bilder, alle wege sind frei und der nachmittag auch. eine spezi auf der anderen seite des flusses, wo die merkel regiert. die bahnhof-toilette auf der anderen seite des berges, wo es ausser dem bahnhof nur die migros gibt, und lautes singen, lachen und freuen überall. es war fantastisch.

touristen.